Mit der wohl stärksten Leistung in der gesamten Saison konnte die zweite Mannschaft des ASV Klosterneuburg einen sehr großen Schritt in Richtung Meistertitel in der Tischtennis Unterliga machen. Doch das Auswärtsmatch gegen Kirchberg war nichts für schwache Nerven.
Vlad Nemirovsky, Fabian Pfrengle und Georg Hengl-Weinmayer hatten große Pläne als sie nach Kirchberg am Wagram anreisten. So musste zumindest ein Unentschieden oder, noch besser, ein Sieg gegen die Gastgeber erreicht werden um die Vorentscheidung im Titelrennen der Unterliga zu schaffen. Der Beginn war auch vielversprechend. Nachdem Fabian Pfrengle in einer „Zitterpartie“ gegen Remo Pascutti auf 1:0 stellen konnte, glich der ehemalige Bundesligaspieler Michael Worischek wenig überraschend gegen Hengl-Weinmayer aus. Doch auch die nächste knappe Entscheidung ging an Klosterneuburg. Vlad Nemirovsky bezwang David Hofmann in fünf umkämpften Sätzen. Im Doppel war Kirchberg (Worischek/Hofmann) eine Klasse für sich und ließ Nemirovsky/Pfrengle keine Chance.
Erneut konnte Worischek mit einem glatten 3:0 gegen Pfrengle punkten, ehe Nemirovsky für die Babenberger die nächste hauchdünne Fünfsatzpartie gegen Pascutti entscheiden konnte. Die wohl engste Entscheidung fiel dann im Match von Kirchbergs Hofmann gegen Georg Hengl-Weinmayer. Hofmann konnte im fünften Satz Matchbälle abwehren und Hengl-Weinmayer niederringen. Nachdem Worischek wenig überraschend gegen Vlad Nemirovsky keinen Satz abgab und auf 5:3 für die Heimmannschaft aus Kirchberg stellte, sah es für das weite Team des ASVK schon sehr schlecht aus. Doch Fabian Pfrengle konnte in einem Husarenstück gegen Hofmann 3:1 gewinnen und verkürzte damit auf 4:5. Somit lag der gesamte Druck bei Georg Hengl-Weinmayer. Im Entscheidungsspiel gegen Remo Pascutti konnte Hengl-Weinmayer mit einer stabilen Taktik punkten und machte sich mit einem erstaunlichen 3:0 Sieg, einem Tag nach seinem Geburtstag, das wohl schönste Geschenk selbst. Endstand 5:5 Unentschieden. Somit hat das zweite Team die Karten nun selbst in der Hand und kann in den letzten Runden, sofern diese ohne Niederlage verlaufen, den Titel aus eigener Kraft gewinnen.
„Ehrlich gesagt ist mir jetzt richtig schlecht. Ich muss auch sagen, dass ich nach dem 3:5 Rückstand unseres Teams bereits mit dem Schlimmsten gerechnet hatte. Ich gratuliere unseren Spielern aber von ganzem Herzen. Sie haben wie Löwen gekämpft und alles gegeben. Es ist ein Unentschieden welches sich wie ein Sieg anfühlt.“ so der fix und fertige ASVK-Obmann Fabrizian Pokorny der Spieler während der Begegnung in Kirchberg coachte.
im Bild: Georg Hengl-Weinmayer behielt die Nerven und gewann das so wichtige Spiel zum 5:5 Unentschieden gegen Kirchberg.
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